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Alles begann mit einem Tweet

2015 sorgte der Tweet der Kölner Schülerin Naina K. für Aufregung und deutschlandweite Diskussionen. Sie schrieb: „Ich bin fast 18 und habe keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ‘ne Gedichtanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ Juri Galkin und Lorenzo Wienecke waren selbst erst seit kurzem keine Schüler mehr, als sie sich 2017 auf einer Party kennengelernt und sich über dieses Zitat unterhielten. Getreu ihres gemeinsamen Mottos „machen statt meckern“ war für die beiden klar, dass sie nicht darauf warten wollten, bis die Politik Lösungen finden würde. Einige Wochen später trafen sich die beiden im Starbucks in Kassel und entwarfen die Grundidee für den Zukunftstag auf einer Serviette. Es sollte fast ein weiteres Jahr Überzeugungsarbeit brauchen, bis Juri und Lorenzo den ersten Schulleiter dafür gewannen, den ersten Zukunftstag durchzuführen.

Der erste Zukunftstag

Am 17. Januar 2019 war es dann endlich soweit. Der allererste Zukunftstag fand am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Kassel statt. Innerhalb eines Tages vermittelten Referent*innen aus der Wirtschaft 120 Oberstufenschüler*innen Grundlagenwissen in den Bereichen Steuern, Finanzen, Krankenkasse und der ersten eigenen Wohnung. Das Ganze kompakt, praxisnah und vor allem auf Augenhöhe. Das Feedback von Schulleitung, Schüler*innen und Referent*innen war überwältigend. Für alle Beteiligten war klar, dass dieser Zukunftstag erst der Anfang war.

Von Kassel in die ganze Bundesrepublik

Dank der umfangreichen medialen Berichterstattung (insbesondere eines Handelsblatt-Artikels) und der durchweg positiven Rückmeldung, bekamen Juri, Lorenzo und ihr Team bald Anfragen von Schulen und Schüler*innen aus der ganzen Bundesrepublik. Obwohl der Zukunftstag ursprünglich nur als Projekt für Kasseler Schulen vorgesehen war, war sich das Team schnell einig, dass sie auch Schüler*innen aus anderen Städten und Bundesländern den Zukunftstag ermöglichen wollten. Inzwischen ist das Zukunftstag-Team fast jeden Tag in Deutschland unterwegs und organisiert Veranstaltungen von der Nordsee bis ins tiefste Baden-Württemberg und von Berlin im Osten bis in Köln im Westen. Wir sind als gemeinnützige GmbH organisiert und haben ein großes ehrenamtliches Team, das für uns durch Deutschland reist und ohne das die Umsetzung der zahlreichen Veranstaltungen nicht möglich wäre.

Unsere Vision

Unser Ziel ist es, dass jeder Schüler und jede Schülerin, egal wo sie in Deutschland zur Schule gehen, einmal während ihrer Schullaufbahn den Zukunftstag erleben. Dieses Ziel verfolgen wir gemeinsam mit starken Partnern, die uns und unsere Vision unterstützen. Der Zukunftstag hat inzwischen strategische Kooperationen mit fast allen relevanten Stakeholdern geschlossen. Unser Schirmherr ist der Hessische Kultusminister, Prof. Dr. Alexander Lorz. Außerdem besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Referenten aus der Wirtschaft. Die Initiative kooperiert hier mit vielen großen und kleinen Unternehmen aus den vier Branchen. Nicht zuletzt trägt die freundschaftliche Zusammenarbeit mit Schüler- und Lehrervertretungen zum steigenden Erfolg des Zukunftstages bei. Besonders zu unterstreichen ist die Unterstützung durch die Niedersächsische Direktorenvereinigung und die Kooperation mit der Bundesschülerkonferenz (BSK), die seit Herbst 2019 besteht. Der Generalsekretär der BSK ist ständiges Mitglied in unserem Vereinsvorstand.

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