Über uns

Das Problem

Nur jede*r fünfte fühlt sich gut auf das Leben nach der Schule vorbereitet.

Schülerinnen und Schüler fühlen sich nicht ausreichend auf den Start ins Erwachsenenleben nach der Schulzeit vorbereitet und bemängeln fehlendes Finanz- und Alltagswissen bspw. im Bereich Steuern. Fehlende ökonomische Bildung führt dabei zu realen Herausforderungen. Wer keine Ahnung von „Miete“ hat, findet viel schwerer eine bezahlbare Wohnung, wer keine Ahnung von „Finanzen“ hat, hat bspw. ein viel größeres Risiko vor Überschuldung und Altersarmut.

Besonders gravierend ist, dass dieses Wissen maßgeblich von der sozialen Herkunft abhängt. Wir sind deshalb der Überzeugung, dass jeder Jugendliche mit seinem Schulabschluss auch Grundlagenwissen in den vier Themenbereichen des Zukunftstages erhalten haben soll.

Unsere Vision

Es sollte keine Frage der sozialen Herkunft sein, ob man gut auf den Start ins Erwachsenenleben vorbereitet ist.

Aus diesem Grund ist es unser Ziel, dass jeder Schüler und jede Schülerin, egal wo sie in Deutschland zur Schule gehen, einmal während ihrer Schullaufbahn den Zukunftstag erlebt haben können. Dieses Ziel verfolgen wir gemeinsam mit starken Partnern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die uns und unsere Vision unterstützen. Denn wir glauben, dass wir das Problem von fehlenden ökonomischer Bildung nur gemeinschaftlich lösen können.

Aus diesem Grund stehen wir kontinuierlich im Austausch mit allen relevanten Stakeholdern. Der hessische Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz sowie die brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst und die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Karin Prien begleiten als Schirmherren das Projekt.

Bereits seit 2019 besteht eine Kooperation und enge Zusammenarbeit mit der Bundesschülerkonferenz (BSK) sowie zahlreichen regionalen Schülervertretungen.

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Alles begann mit einem Tweet

2015 sorgte der Tweet der Kölner Schülerin Naina K. für Aufregung und deutschlandweite Diskussionen. Juri Galkin und Lorenzo Wienecke waren selbst erst seit kurzem keine Schüler mehr, als sie sich 2017 auf einer Party kennengelernt und sich über dieses Zitat unterhielten. Getreu ihres gemeinsamen Mottos „machen statt meckern“ war für die beiden klar, dass sie nicht darauf warten wollten, bis die Politik Lösungen finden würde. Einige Wochen später trafen sich die beiden in einem Caféhaus in Kassel und entwarfen die Grundidee für den Zukunftstag auf einer Serviette. Es sollte fast ein weiteres Jahr Planungs- und Überzeugungsarbeit brauchen, bis Juri und Lorenzo den ersten Zukunftstag durchführen konnten.

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Der erste Zukunftstag

Am 17. Januar 2019 war es dann endlich soweit. Der allererste Zukunftstag fand am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Kassel statt. Innerhalb eines Tages vermittelten Referent*innen aus der Praxis 120 Oberstufenschüler*innen Grundlagenwissen in den Bereichen Steuern, Finanzen, Krankenkasse und der ersten eigenen Wohnung. Das Ganze kompakt, praxisnah und vor allem auf Augenhöhe. Das Feedback von Schulleitung, Schüler*innen und Referent*innen war überwältigend. Für alle Beteiligten war klar, dass dieser Zukunftstag erst der Anfang war.

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Von Kassel in die ganze Bundesrepublik

Dank der umfangreichen medialen Berichterstattung und der durchweg positiven Rückmeldung von Schüler*innen, Eltern und der Schulleitung, bekamen Juri, Lorenzo und ihr kleines Team bald Anfragen von Schulen und Schüler*innen aus der ganzen Bundesrepublik. Obwohl der Zukunftstag ursprünglich nur als Projekt für Kasseler Schulen vorgesehen war, war sich das Team schnell einig, dass sie auch Schüler*innen aus anderen Städten und Bundesländern den Zukunftstag ermöglichen wollten.

Inzwischen ist das Zukunftstag-Team fast jeden Tag irgendwo in Deutschland unterwegs und organisiert den Zukunftstag von der Nordsee bis nach Bayern und von Leipzig im Osten bis nach Aachen im Westen.

Im Sommer 2022 fand zudem erstmals der Zukunftstag auf der Insel Helgoland statt. Des Weiteren fiel der Startschuss für eine Reihe an Projekttagen in Österreich und der Erweiterung des Angebots auf den gesamten deutschsprachigen Raum.

Ein Projekt der IWJB

Die Initiative für wirtschaftliche Jugendbildung e.V. wurde 2017 von den Kasseler Schülersprechern Juri Galkin und Lorenzo Wienecke ins Leben gerufen. Seit 2021 ist die Initiative eine gemeinnützige GmbH.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, wirtschaftliche und finanzielle Bildung bei jungen Menschen zu fördern. Neben dem Zukunftstag unterstützen wir, mit unserem Projekt “Young Economist”, junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und möchten ihnen berufliche Perspektiven in der Region aufzeigen. Das Format soll jungen Menschen einen Austausch mit herausragenden Führungspersönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft ermöglichen. Beiden Projekten liegt eine gemeinsame Vision zugrunde: Jeder junge Mensch soll mit einem Grundverständnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen ins Erwachsenenleben starten.